Depressionen werden zur Volkskrankheit – auch in Wien

Die meisten Wiener halten Depressionen für eine Geisteskrankheit. Deshalb ein Tabu-Thema, wird Hilfe fast immer viel zu spät gesucht!

Fast jede zweite Frau und jeder dritte Mann erleben irgendwann im Leben eine Depression, zumeist nur über einen begrenzten Zeitraum hinweg. In Schweden wurden inzwischen Depressionen zur Volkskrankheit erklärt, aber auch in Wien ist die Zahl depressiver Patienten in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen.

Depressionen schädigen das Gehirn

Neuste Forschungsergebnisse aus den USA, Großbritannien, Schweden und Deutschland haben übereinstimmen gezeigt, dass das Gehirn während einer anhaltenden Depression geschädigt wird. Die Ursachen sind bislang noch nicht vollkommen klar ersichtlich. Fest steht aber, dass eine Dysbalance von Hormonen eine entscheidende Rolle bei der Ausbildung depressiver Phasen spielt, insbesondere dann, wenn sich diese manifestieren.

Mit dem MADRS-Selbstbewertungstest Depressionen erkennen
Bin ich depressiv? Diese Frage stellen sich täglich hunderte Wiener, gerade jetzt in der Winterzeit. Durch die kürzer werdenden Tage steht dem menschlichen Körper nicht mehr ausreichend Sonnenlicht zur Verfügung. In der Folge kann nicht genügend Vitamin D produziert werden. Dieses D-Vitamin ist aber am Aufbau fast aller Hormone beteiligt und kann künstlich nur sehr schwer, meist gar nicht dem Organismus zugeführt werden. Abhilfe schaffen bedingt sogenannte Tageslichtlampen. Diese sorgen mit einer geringen UV-Strahlung als Sonnenersatz auch in der dunklen Jahreszeit dafür, dass unser Körper ausreichend Vitamin D synthetisieren kann.

Wiener, die unter Lustlosigkeit, Mattheit und Einsamkeit leiden, sich von Freunden und der Familie zurückziehen, sollten online mit dem MADRS-Selbstbewertungstest feststellen, ob sie von einer Winterdepression betroffen sind.

Die Zeichen für eine Depression

Es ist wichtig, eine echte Depressionen von eher vorübergehenden Zuständen zu unterscheiden. Nach einer schmerzhaften Trennung, dem Tod eines lieben Menschen, dem Verlust der Arbeit und ähnlichen Situationen, ist es normal, wenn Menschen traurig sind. Eine Depression äußert sich anders.

Es gibt insgesamt neun Anzeichen für eine echte Depression. Halten mindestens fünf davon über zwei Wochen oder länger an, gilt dies als sicheres Zeichen für eine eingetretene Depression.

  • Du bist grundlos traurig, oft verärgert oder leidest unter Angstzuständen?
  • was Dir zuvor Spaß gemacht hat, interessiert Dich nicht mehr?
  • Du hast Deinen Appetit verloren und verlierst ohne Diät an Gewicht?
  • Du schläfst schlecht und wachst nachts mehrfach auf?
  • Du bewegst dich langsamer und auch Deine Gesten und die Mimik sind weniger lebhaft als sonst?
  • Dir fehlt die Energie, Dich um wichtige Dinge zu kümmern?
  • Du hast ein Gefühl der Wertlosigkeit oder glaubst, dass Du die Ursache für die Sorgen anderer Menschen bist?
  • Es fällt Dir schwer, Dich zu konzentrieren, zu denken, kritisch zu sein und Entscheidungen zu treffen?
  • Du denkst an den Tod oder planst, Dir das Leben zu nehmen?

Kannst Du mindestens fünf dieser Fragen mit „Ja“ beantworten, suche sofort einen Arzt auf!

Allerdings: Einige Patienten haben solche klassischen Symptome nicht. Stattdessen haben sie sogenannte atypische Symptome. Zu den atypischen Symptomen zählen eine tiefe Traurigkeit ohne Grund und ein massiver Energieverlust, aber keine Angstzustände. Der Patient schläft jedoch sehr viel und lange, dies meist mehrfach am Tag. Außerdem wird häufig von einem großen Verlangen nach Süßigkeiten berichtet, was bis zur exzessiven Gier gehen kann.

Fazit: Depressionen sind keine Geisteskrankheit!

In unserer Gesellschaft gelten Depressionen als eine Krankheit, die mit Schizophrenie, Schwachsinn, geistiger Behinderung auf eine Stufe gestellt wird. Zudem werden Depressionen gerade in Artikeln im Internet häufig zu den Geisteskrankheiten gerechnet, was aber grundlegend falsch ist. Neuste Forschungsergebnisse zeigen klar, dass maßgeblich Hormone der Auslöser für Depressionen sind. Dies erklärt auch, warum Frauen besonders beim Einsetzen der Wechseljahre betroffen sind, wenn der weibliche Hormonhaushalt Achterbahn fährt. Stellst Du bei Dir Anzeichen für eine Depression fest, suche umgehen Hilfe bei einem versierten Facharzt. Je länger Du wartest, desto schwieriger und langwieriger ist in der Regel die Behandlung.

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